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Evolutionsbiologische Entstehung der Nacktheit

Der Mensch ist als einziger Primat und als einziger höher entwickelter Säuger neben den Walen von Natur aus nackt, d.h. haarlos. Evolutionsbiologen gehen davon aus, dass die Vorfahren der heute lebenden Menschen vor rund 500.000 Jahren infolge der Nutzung des Feuers und/oder des Aufkommens der Kleidung allmählich ihre Körperbehaarung mit Ausnahme der Kopf-, Achsel- und Schambehaarung verloren. Der wichtigste Vorteil der Nacktheit lag wahrscheinlich in der besseren Fähigkeit des damals noch ausschließlich in Afrika lebenden frühen Menschen, Beutetiere bei höheren Temperaturen über längere Strecken zu verfolgen. Nach einer neuen Theorie folgte die Haarlosigkeit dem Aufkommen der Kleidung, um Ungezieferbefall leichter verhindern zu können.

Durch die wahrscheinliche Gleichzeitigkeit des Aufkommens von Bekleidung und von Nacktheit (im Sinne der Haarlosigkeit) kann kulturhistorisch ebensogut nach dem Aufkommen der Bekleidung wie nach dem Aufkommen der Nacktheit gefragt werden.

Die Wasseraffen-Theorie beschreibt die Nacktheit des Menschen als Selektionsvorteil bei der Anpassung an eine semiaquatische Lebensweise. Sie ist im Gegensatz zur oben geschilderten Abwandlung der Savannen-Hypothese falsifiziert worden, wogegen die Savannen-Hypothese zunehmend als überholt angesehen wird.

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